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  • AutorenbildMaria

Panorama-Kunstbankweg - Ober-Mumbach "Heimatliebe"

Aktualisiert: 13. Nov. 2023

„Wird der Begriff von Heimat immer dann wichtig, wenn Menschen Angst vor rasanter Veränderung haben?

Was die Menschen suchen ist Vertrautheit und Geborgenheit an einem Ort.“


Unter dem Oberthema "Heimatliebe" initiierte die Sparkassenstiftung Starkenburg den 23.Kunstweg.

10 Künstler_Innen erstellten Bänke die an Wegpunkten des neuen Panorama-Kunstbank-Weg  rund um Ober-Mumbach aufgestellt werden.


Der Panorama-Kunstbankweg ist mit Wegweisern ausgeschildert und wird im Sparkassengebiet der erste Weg sein, der zeitgemäß über die Komoot Wander-App digital zu finden ist (QR-Code jeweils auf den Starttafeln am Dorfplatz in Ober-Mumbach und am Parkplatz Vöckelsbach (mein Standort), sowie auf der Homepage der Gemeinde und des GEO-Naturparks).

Am Eichenschlag - (Pfalzblick)

Heimat - Heimatliebe - was bedeutet dieses Thema für die Gestaltung eines Kunstweges der sich an der Peripherie zwischen Bergstraße und Odenwald befindet? Eingebettet in die lieblichen Hügel des südlichen Odenwaldes, mit einem Fernblick auf die Industrie in der Ebene . Heimat - was bedeutet das für die Menschen die hier leben, arbeiten, die hier seid vielen Generationen leben? Was bedeutet dieser Begriff für diejenigen die aus verschiedenen Winkeln der Welt hier gelandet sind?






So unterschiedlich die Menschen sind so unterschiedlich sind wohl auch die Geschichten, die für sie hinter diesem Begriff stehen.Bestehend aus Kastanienholz mit unterschiedlichem Ursprung spiegelt die Materialwahl meiner Bank die Komplexität dieses Themas.

Die Bank ist aus Edelkastanie und Eiche aus dem Odenwald gefertigt, die Skulptur aus italienischem Kastanienholz.


Unterschiedliche Hölzer, aus verschiedenen Regionen, geprägt durch viele Faktoren unterschiedlichster Bedingungen. Ich habe diese Kombination gewählt, da mein Vater, der am Bodensee wo auch ich aufgewachsen bin, vor drei Jahren nach Italien in die Berge am Rand des Val Grande gezogen ist. Seinen Lebensmittelpunkt hat er verschoben, seine Wahlheimat ist jetzt ein kleines Bergdorf.

So verschiebt sich auch für mich und meine vier Geschwister ein Teil des Familienmittelpunktes.

In den Wogen des zweiten Weltkrieges lebte der Vater meines Vaters mit seiner Familie in der Ukraine und verließ auf der Flucht vor den Nazis und der Roten Armee seine Heimat. Sie zogen nach Deutschland und bauten sich hier ein neues Leben auf. Wie in der Geschichte meiner Familie liegt hinter jedem von uns ein Weg, auf dessen Weggabelungen und Kreuzungen verborgen sind. An jeder Kreuzung werden neue Entscheidungen getroffen, die unsere Zukunft bestimmen.

Das Bedürfnis nach Geborgenheit und Vertrautheit an einem Ort ist für mich etwas wie Heimat. Ich denke fast jeder Mensch hat dieses Bedürfnis, sich geborgen fühlen und mit dem Ort oder der Umgebung in der er ist vertraut sein.


c Gerade in Zeiten in denen rasante Veränderungen die Welt bestimmen, sind Anker für uns wichtig.

Heimat kann als gegeben hingenommen werden oder mühsam erarbeitet werden. Sie sollte ein Hafen sein für alle, ein Hafen in dem wir anlegen und ablegen können, um in die Welt hinauszureisen oder zurück zukommen.

Zur Bank

Für die Bank habe ich einfache geometrische Formen gewählt, die ineinanderverschobene Würfel symbolisieren unterschiedliche Puzzlestücke die durch das ineinadergreifen erst zu einer Stabilität gelangen.

Die Skulptur zeigt eines der weltweit ältesten Gemüse und Kulturpflanzen: die Erbse.

Sie gilt als Fruchtbarkeitssymbol.

Die einzelnen Erbsenkugeln die in der Schote stecken haben für mich einen bildhauerischen Reiz in Ihrer Form. In jeder Erbsenschote steckt auch die Saat für die zukünftige Ernte. Denn nur wer gutes sät, kann es auch ernten.


Weitere Künstler die teilgenommen haben: Christoph Arnold (Heppenheim), Peter Gärtner (Wald-Michelbach), Martin Hintenlang (Abtsteinach), Ralf Merker (Rimbach), Dennis Rubeck (Mörlenbach) Oliver Schweikart (Lorsch), Klaus Sieber (Wald-Michelbach), Klaus Weber (Mörlenbach), Alfred Wolf (Siedelsbrunn) und Maria Zalitatsch (Grasellenbach).



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